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	<description>Aus Freude am Fußball</description>
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		<title>Heckiheckiheckiheckipatang</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 19:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Fans]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Ronny]]></category>
		<category><![CDATA[Stadionsprecher]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir sind die Fans, die immer sagen: NIE!&#8221; &#8211; zumindest wenn es nach dem Stadionsprecher Fabian von Wachsmann ginge. Denn am letzten Freitag kam der Moment, als Neuzugang Ronny eingewechselt wurde. Und Dex fiel nichts besseres ein als: &#8220;Die Nummer 12 ROOOOOOO&#8221; und darauf zu warten, dass das Stadion NY brüllt.
War &#8220;Ra, Ra &#8211; Raffael&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wir sind die Fans, die immer sagen: NIE!&#8221; &#8211; zumindest wenn es nach dem Stadionsprecher Fabian von Wachsmann ginge. Denn am letzten Freitag kam der Moment, als Neuzugang Ronny eingewechselt wurde. Und Dex fiel nichts besseres ein als: &#8220;Die Nummer 12 ROOOOOOO&#8221; und darauf zu warten, dass das Stadion NY brüllt.</p>
<p>War &#8220;Ra, Ra &#8211; Raffael&#8221; schon grenzwertig, ist das jetzt wirklich nicht auszuhalten. Also bitte, lieber Fabian, lass Dir was anständiges einfallen oder ich rufe nur noch &#8220;Heckiheckiheckiheckipatang&#8221;.</p>
<p>P.S. wer nicht weiß, woher das stammt: <object width="604" height="364">
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		<title>Rechtsruck</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 11:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Lucien Favre]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialismus]]></category>
		<category><![CDATA[Trainer]]></category>

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		<description><![CDATA[Sieben Spieltage war die Saison alt mit sieben Bundesligapartien, von denen Hertha genau eine gewann und sich damit am Tabellenende wiederfand, als die Verantwortlichen beim BSC die Reißleine zogen und Trainer Lucien Favre freistellten – den Coach, der bei seinem Amtsantritt zwei Jahre zuvor von Vereinsführung, Medien und Fans einhellig als Heilsbringer empfangen wurde und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sieben Spieltage war die Saison alt mit sieben Bundesligapartien, von denen Hertha genau eine gewann und sich damit am Tabellenende wiederfand, als die Verantwortlichen beim BSC die Reißleine zogen und Trainer Lucien Favre freistellten – den Coach, der bei seinem Amtsantritt zwei Jahre zuvor von Vereinsführung, Medien und Fans einhellig als Heilsbringer empfangen wurde und mit einem Vertrauensvorschuss ausgestattet wurde, wie wohl kein Übungsleiter vor ihm.</p>
<p>Und während viele weiter Stein und Bein auf Favre schwören, war der Vertrauensvorschuss bei der Vereinsführung offensichtlich aufgebraucht. Doch wie konnte das so schnell nach der erfolgreichsten Saison seit langem passieren?</p>
<p>Rückblende: Als Favre von Dieter Hoeneß als neuer Hertha-Trainer vorgestellt wurde, hatten selbst Experten den sympathisch auftretenden Schweizer nicht auf dem Schirm. So konnte er völlig frei von irgendwelchen Vorurteilen, aber doch mit reichlich Vorschußlorbeeren aus dem Zürcher Vereinsumfeld seine Pläne verkünden. Er galt als Coach, der mit wenig finanziellen Mitteln maximalen sportlichen Erfolg holen kann – mithin genau das, was Hertha aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen suchte. Und so warb Favre mit einem Dreijahresplan, an dessen Ende für 2010 das Mitspielen um die Deutsche Meisterschaft stand. Der Weg dahin sollte gepflastert sein mit „One Touch”-Football, dargeboten von „polyvalenten” Spielern, die als Mannschaft ohne Stars funktionieren – „das ist klar”.</p>
<p>Doch die Realität sah schnell anders aus. Nachdem Favre in den ersten Wochen munter die verschiedensten Aufstellungen durchprobiert hatte, begann er seine Spieler schlecht zu reden und kundzutun, dass er seine Pläne mit dem vorhandenen Spielermaterial nicht umsetzen könne. Die Mannschaft reagierte verunsichert und der Zuschauer fragte sich, warum sich der Herr nicht im Voraus mit dem Team beschäftigt hatte, das er erfolgreich machen wollte. Offenbar war es Dieter Hoeneß, der in dieser Situation ein Machtwort sprach und Favre aufzeigte, dass das Niedermachen der Spieler in der Öffentlichkeit sicher nicht der richtige Weg sein kann.</p>
<p>Im Anschluss war in der Öffentlichkeit keine Kritik mehr zu hören und nachdem Favre in der nächsten Transferperiode einige Wunschspieler erhalten hatte, besserte sich auch das Spiel. Phasenweise erkannte der Zuschauer, welchen Fußball Favre spielen lassen wollte. Doch häufig dauerte die gute Vorstellung der Hertha kürzer als eine Halbzeit, ansonsten halfen beim Punkten immer wieder Einzelaktionen der von Favre eigentlich geschmähten Stars – und eine Defensive um Josip Simunic, dem Favre ursprünglich schon die Bundesliga-Tauglichkeit abgesprochen hatte, die hinten den Kasten so sauber hielt, dass oft ein einziges Törchen vorn den Sieg sicherte.</p>
<p>Doch dies waren nur die nach außen hin sichtbaren Anzeichen. Jetzt, im Zuge der Trainerentlassung, kommen nach und nach die Interna ans Licht der Öffentlichkeit, die zeigen wie sehr sich Favre mit einzelnen Spielern, vielleicht sogar der kompletten Mannschaft überworfen hatte. Möglicherweise war Favre nur in der Öffentlichkeit der zurückhaltende Strahlemann, der das „Kollektiv” in den Focus rücken wollte, doch intern hinderten ihn persönliche Eitelkeiten daran, die richtige Mischung in der und Ansprache an die  Mannschaft zu finden. Trotz des Höhenflugs der vergangenen Saison fragten sich immer mehr Spieler, was da eigentlich passiert, und die Bereitschaft dem Trainer zu folgen schwand augenscheinlich schon im Laufe der Rückrunde. Allein der anhaltende Erfolg übertünchte die Risse, die hinter aller Meisterschaftseuphorie immer tiefer wurden.</p>
<p>Lucien Favre ist für mich der Sozialismus unter den Fußballtrainern – in der Theorie eine hervorragende Idee, in der Praxis aber mit scheinbar unüberwindbaren Problemen konfrontiert. Was in einem kleinen abgeschlossenen System noch funktionieren kann, bekommt in Konkurrenz zu anderen Philosophien stehend seine Grenzen aufgezeigt.</p>
<p>Favres Kampfansage lautete, dass er nicht ein weiterer Trainer werden wolle, der bei Hertha scheitert. Nun steht er doch in dieser Reihe und wird am 6. Oktober eine Pressekonferenz zu seiner sportlichen Zukunft halten. Ihm ist zu wünschen, dass er wieder in einem kleinen abgeschlossenen Biotop arbeiten und Erfolge feiern kann. Oder dass er einen Verein mit kaum begrenzten Ressourcen findet, in dem er seine Vorstellungen noch einmal auf eine echte Bewährungsprobe stellen kann. Dann wird sich zeigen, ob er zwangsläufig und vielleicht zuallererst an sich selbst scheitern musste, oder ob tatsächlich Hertha BSC wieder einmal der entscheidende Stolperstein für einen Trainer war.</p>
<p>Bonne chance et merci beaucoup, Monsieur Favre!</p>
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		<title>Stein oder nicht Stein?</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 22:26:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Stein]]></category>
		<category><![CDATA[Shakespeare]]></category>

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		<description><![CDATA[Stein oder nicht Stein; das ist hier die Frage:
Obs edler im Gemüt, den Hohn und Spott
Des wütenden Anhangs erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Angriffen,
Durch Verteidigung sie enden? Spielen &#8211; wechseln -
Nichts weiter! Und zu wissen, daß ein Wechsel
Das Herzweh und die tausend Stöße endet,
Die unsers Außenverteidigers Erbteil, &#8217;s ist ein Ziel,
Aufs innigste zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stein oder nicht Stein; das ist hier die Frage:<br />
Obs edler im Gemüt, den Hohn und Spott<br />
Des wütenden Anhangs erdulden oder,<br />
Sich waffnend gegen eine See von Angriffen,<br />
Durch Verteidigung sie enden? Spielen &#8211; wechseln -<br />
Nichts weiter! Und zu wissen, daß ein Wechsel<br />
Das Herzweh und die tausend Stöße endet,<br />
Die unsers Außenverteidigers Erbteil, &#8217;s ist ein Ziel,<br />
Aufs innigste zu wünschen. Spielen &#8211; wechseln -<br />
Wechseln! Vielleicht auch trainieren! Ja, da liegts:<br />
Was von der Bank für Könner kommen mögen,<br />
Wenn wir die irdische Verstrickung lösten,<br />
Das zwingt ihn stillzustehn. Das ist die Rücksicht,<br />
Die Elend läßt zu solchen Spielern kommen.<br />
Denn wer ertrüg der Kurve Spott und Geißel,<br />
Des Stürmers Druck, des Gegners Mißhandlungen,<br />
Verschmähter Liebe Pein, des Rechtes Aufschub,<br />
Den Übermut der Ämter und die Schmach,<br />
Die Unwert schweigendem Verdienst erweist,<br />
Wenn er sich selbst in Ruhstand setzen könnte<br />
Mit einem Wechsel bloß? Wer würde rennen<br />
Und stöhnt&#8217; und schwitzte unter Ligamüh?<br />
Nur daß die Furcht vor etwas nach der Bank,<br />
Das unentdeckte Land, von der Tribüne<br />
Kein Spieler wiederkehrt, den Willen irrt,<br />
Daß wir die Übel, die wir haben, lieber<br />
Ertragen als zu Unbekannten fliehn.<br />
So macht Bewußtsein Feige aus uns allen;<br />
Der angebornen Farbe der Entschließung<br />
Wird des Gedankens Blässe angekränkelt;<br />
Und Unternehmen, hochgezielt und wertvoll,<br />
Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,<br />
Verlieren so der Handlung Namen. &#8211; Still!<br />
Die reizende Hertha! &#8211; Dame, schließ<br />
In dein Gebet all seine Sünden ein!</p>
<pre>frei nach William Shakespeare</pre>
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		<title>Ich liebe es!</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 14:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[FC St. Pauli]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[hertha-inside.de]]></category>
		<category><![CDATA[Kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[Livestream]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, es geht um Hamburger – aber weniger um Fastfood denn um die Spieler des FC St. Pauli, die am morgigen Sonnabend (25.07.09) ein Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC bestreiten. Für die Berliner ist es das letzte ernsthafte Testspiel vor dem Saisonauftakt im Pokal gegen Preußen Münster; das Spiel gegen Lübars am Dienstag wird sicher nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es geht um Hamburger – aber weniger um Fastfood denn um die Spieler des FC St. Pauli, die am morgigen Sonnabend (25.07.09) ein Freundschaftsspiel gegen Hertha BSC bestreiten. Für die Berliner ist es das letzte ernsthafte Testspiel vor dem Saisonauftakt im Pokal gegen Preußen Münster; das Spiel gegen Lübars am Dienstag wird sicher nur noch ein Warmschießen.</p>
<p>Auf jeden Fall ist die Rechtesituation bei Testspielen deutlich einfacher als in den Wettbewerben, so dass ich von St. Pauli die Erlaubnis habe, einen Audiokommentar als Livestream zu übertragen. Daran hab ich eine Menge Spaß, auch wenn es <a title="Daniels Blog" href="http://kabinenpredigt.wordpress.com/" target="_blank">andere Blogger</a> gibt, die wesentlich besser kommentieren können&#8230;</p>
<p>Wer zuhören möchte, findet alles weitere auf <a title="Hertha-Inside LIVE" href="http://www.hertha-inside.de/live" target="_blank">http://www.hertha-inside.de/live</a>!</p>
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		<title>Kuriositäten in XXL</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Jul 2009 21:30:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Arnold]]></category>
		<category><![CDATA[Sport-Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[Trikot]]></category>
		<category><![CDATA[XXL]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass sport-auktion.de seine Newsletter mit dem Absender „HERTHA BSC Fans“ verschickt, ist vielleicht nur in geringem Maße verwunderlich. Immerhin wäre es ja möglich, dass dort ein paar Fans arbeiten und den Newsletter verfassen, wenngleich es doch recht ungewöhnlich ist, einen solchen Absender zu verwenden.
Dass im heutigen Newsletter ein „Matchworn Langarm-Trikot Away 1996/97 von Marc Arnold“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass sport-auktion.de seine Newsletter mit dem Absender „HERTHA BSC Fans“ verschickt, ist vielleicht nur in geringem Maße verwunderlich. Immerhin wäre es ja möglich, dass dort ein paar Fans arbeiten und den Newsletter verfassen, wenngleich es doch recht ungewöhnlich ist, einen solchen Absender zu verwenden.</p>
<p>Dass im heutigen Newsletter ein „Matchworn Langarm-Trikot Away 1996/97 von Marc Arnold“ angeboten wird &#8211; überhaupt nicht kurios. Aber dann!</p>
<div id="attachment_122" class="wp-caption aligncenter" style="width: 576px"><a href="http://www.sport-auktion.de/index.php?spa=53c3c25ddf77aa43ac093f34ec369753&amp;action=view&amp;navid=15&amp;cid=16&amp;aid=46974&amp;pid=1"><img class="size-full wp-image-122  " title="Sport-Auktion" src="http://www.tor-tour.de/wp-content/uploads/2009/07/Sport-Auktion.gif" alt="Newsletter von sport-auktion.de" width="566" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Newsletter von sport-auktion.de</p></div>
<p>Wir erinnern uns: Marc Arnold spielte von 1995 bis 1998 bei Hertha BSC, machte 65 Spiele und 5 Tore. Auf dem Platz fiel er mir damals vor allem durch eins auf: seine Größe! Mit den bei <a title="Wikipedia über Marc Arnold" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marc_Arnold" target="_blank">Wikipedia</a> vermerkten 169 Zentimetern Länge war er häufig der Kleinste auf dem Platz.</p>
<p>Dass der kleine Kerl beim Spiel ein Trikot in XXL getragen hat, dass ist dann wahrlich kurios! Und eine reife Leistung, dass er nicht drüber gestolpert ist&#8230;</p>
<p>Oder <a title="Foto von Marc Arnold im Spiel gegen Eintracht Frankfurt" href="http://einestages.spiegel.de/static/entry/re_kla_me_o_ho/14182/tanz_um_den_ball.html?o=position-ASCENDING&amp;s=20&amp;r=1&amp;a=1978&amp;c=1" target="_blank">ist das gar nicht XXL</a>?</p>
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		<title>Opti-Mist der Woche (II)</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Apr 2009 09:25:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Opti-Mist]]></category>
		<category><![CDATA[Akkreditierung]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha-Inside]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffenheim]]></category>
		<category><![CDATA[HSV]]></category>

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		<description><![CDATA[Unsachlich, unlogisch und trotzdem ein Grund, warum Hertha BSC das nächste Spiel gewinnt:
Traurig aber wahr: kein Spiel, für das Hertha-Inside eine Foto-Akkreditierung verweigert wurde, konnte in dieser Saison gewonnen werden (Bayern, Bielefeld, Hannover).
Gegen Hoffenheim muss der Bann gebrochen werden, denn auch in Hamburg werden wir vermutlich nicht fotografieren dürfen. Und wenn sich das in den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unsachlich, unlogisch und trotzdem ein Grund, warum Hertha BSC das nächste Spiel gewinnt:</p>
<blockquote><p>Traurig aber wahr: kein Spiel, für das Hertha-Inside eine Foto-Akkreditierung verweigert wurde, konnte in dieser Saison gewonnen werden (Bayern, Bielefeld, Hannover).</p>
<p>Gegen Hoffenheim muss der Bann gebrochen werden, denn auch in Hamburg werden wir vermutlich nicht fotografieren dürfen. Und wenn sich das in den Presseabteilungen rumspricht &#8211; nicht auszudenken!</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Die Bürde des Besitzes</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2009 19:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Ballbesitz]]></category>
		<category><![CDATA[Borussia Dortmund]]></category>
		<category><![CDATA[Lucien Favre]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik]]></category>

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		<description><![CDATA[Für viele Philosophen und Religionsstifter ist es der erste Schritt auf dem Weg zum Glück: trenne dich von deinem Besitz! Hertha-Coach Lucien Favre machte aus dieser Philosophie eine Erfolgstaktik für Hertha BSC. Die Mannschaft lässt den Gegner das Spiel machen, steht in der Abwehr sicher und starke Offensivkräfte machen aus wenigen Chancen ausreichend Tore.
Doch das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Für viele Philosophen und Religionsstifter ist es der erste Schritt auf dem Weg zum Glück: trenne dich von deinem Besitz! Hertha-Coach Lucien Favre machte aus dieser Philosophie eine Erfolgstaktik für Hertha BSC. Die Mannschaft lässt den Gegner das Spiel machen, steht in der Abwehr sicher und starke Offensivkräfte machen aus wenigen Chancen ausreichend Tore.<br />
Doch das heutige Heimspiel gegen Borussia Dortmund zeigt erneut: wenn Hertha mehr vom Spiel hat, stimmen die Ergebnisse nicht mehr.</strong></p>
<p><span id="more-86"></span><br />
Man hat sich als Herthafan ja beinahe daran gewöhnt: Hertha spielt nicht für die Galerie, gewinnt aber die Spiele &#8211; wenn auch denkbar knapp und häufig mit nur einem Tor Vorsprung. Oder wie die Schweizer Zeitung <a title="Der Bund über Favres Taktik" href="http://derbund.newsnetz.ch/sport/fussball/Alles-spricht-fuer-Lucien-Favres-Hertha/story/15959294" target="_blank"><em>Der Bund</em> feststellte</a>:</p>
<blockquote><p>Entscheidend ist beim Ballbesitz allerdings nicht, wie viel man davon hat, sondern, was man damit macht. Die Berliner haben sich zwar erst der Wunschvorstellung von Favre angenähert, zeigen aber jetzt schon, was möglich ist, wenn man den Ball intelligent weiterspielt.</p></blockquote>
<p>Da diese Taktik an die Tabellenspitze führte, gab es auch keinen Grund zum Klagen. Betrachtet man die Spiele der Rückrunde einzeln, verwundert es aber, dass Hertha augenscheinlich echte Probleme bekommt, wenn der Ballbesitz zu groß wird.</p>
<p>Schauen wir kurz zurück:</p>
<ul>
<li>18. Spieltag: im Heimspiel gegen Frankfurt hat Hertha nur 44% Ballbesitz. Zwei Treffer aus sechs Schüssen aufs Tor reichen aber zum 2:1-Erfolg.</li>
<li>19. Spieltag: in Bielefeld ist Hertha genau zu 50% in Ballbesitz, doch es reicht nur zu einem 1:1 Unentschieden.</li>
<li>20. Spieltag:Rekord! Nur 31% Ballbesitz zuhause gegen die Bayern, dazu gerade mal drei Schüsse aufs Tor. Davon sind aber zwei drin &#8211; 2:1.</li>
<li>21. Spieltag: ausgeglichener Ballbesitz in Wolfsburg. Drei Torschüsse, nur ein Tor wird anerkannt &#8211; 1:2-Niederlage.</li>
<li>22. Spieltag: gegen Gladbach schafft Hertha 46% Ballbesitz. Von 5 Schüssen aufs Tor landen zwei im Netz und bringen den 2:1-Sieg.</li>
<li>23. Spieltag: in Cottbus reichen Hertha 47% Ballbesitz für drei Tore zum 3:1-Sieg (7 Schüsse auf das Tor).</li>
<li>24. Spieltag: zuhause gegen Leverkusen wieder nur 42% Ballbesitz. Ein Drittel der Schüsse aufs Tor trifft: 1:0.</li>
<li>25. Spieltag: auch nur 45% Ballbesitz in Stuttgart. Doch diesmal kein Treffer von Hertha &#8211; 0:2 verloren.</li>
<li>26. Spieltag: 49% Ballbesitz &#8211; höchster Wert in einem Heimspiel in der Rückrunde. Doch auch hier eine Niederlage &#8211; 1:3.</li>
</ul>
<p>Was beweist also die Statistik? Natürlich gar nichts. Aber die Punktverluste kamen fast alle bei Spielen zustande, in denen Hertha überdurchschnittlich hohen Ballbesitz hatte &#8211; wie auch heute.</p>
<p>Vielleicht brauchen die Stürmer den Druck, treffen zu müssen, wenn sich bei wenig Ballbesitz nur wenig Chancen ergeben? Gegen Dortmund blieben gute Chancen ungenutzt oder wurden in höchster Not durch die Latte oder Gegenspieler vereitelt.</p>
<p>Im Stadion bin ich über die Saison um Jahre gealtert, weil Hertha es immer so spannend gemacht hat. Heute hatte ich nach dem Rückstand das Gefühl, dass Hertha kaum verlieren kann, wurde doch schön nach vorn gespielt und Chancen erarbeitet. Aber wenn die ungenutzt bleiben und die Abwehr nicht so sicher steht wie gewohnt, setzt es am Ende eine Niederlage.</p>
<p>Lieber Trainer, liebe Spieler, ich bin bereit zu leiden. Lasst mich weiter altern und gestaltet die Spiele knapp &#8211; wenn ihr dann am Ende wieder gewinnt, ist es mir das wert!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer die Verdi-Melodie ins Spiel brachte&#8230;</title>
		<link>http://www.tor-tour.de/?p=72</link>
		<comments>http://www.tor-tour.de/?p=72#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2009 23:11:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[Blau und Weiß]]></category>
		<category><![CDATA[Dieter Hoeneß]]></category>
		<category><![CDATA[EM]]></category>
		<category><![CDATA[Jack White]]></category>
		<category><![CDATA[Kurvenhit]]></category>
		<category><![CDATA[Seed]]></category>
		<category><![CDATA[Seven Nation Army]]></category>

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		<description><![CDATA[Der herrliche Satz
Das bis zur Tantiemenbefreiung abgestandene Liedgut von Pippo Verdi zum offiziellen Hymnus von Hertha BSC machen zu wollen, zeugt von einer Phantasielosigkeit, die dem Geist der VIP-Loge verpflichtet ist und sich selbst für gutes Management hält.
des Schiedsrichtergespanns erinnerte mich an die Entstehungsgeschichte der „HERTHA-Hymne” (Covertext) Blau und Weiß. Diese wurde mir vor kurzem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der herrliche Satz</strong></p>
<blockquote><p>Das bis zur Tantiemenbefreiung abgestandene Liedgut von Pippo Verdi zum offiziellen Hymnus von Hertha BSC machen zu wollen, zeugt von einer Phantasielosigkeit, die dem Geist der VIP-Loge verpflichtet ist und sich selbst für gutes Management hält.</p></blockquote>
<p><strong>des <a title="Hertha-Hymnen Hitparade des Schiedrichtergespanns" href="http://www.schiedsrichtergespann.de/hertha-hymnen-hitparade/" target="_blank">Schiedsrichtergespanns</a> erinnerte mich an die Entstehungsgeschichte der „HERTHA-Hymne” (Covertext) <em>Blau und Weiß</em>. Diese wurde mir vor kurzem aus Kreisen, die meinem Truncus cerebri zugeordnet werden, zugetragen.</strong></p>
<p><span id="more-72"></span><br />
Sommer 2008, die Europameisterschaft ist vorüber, man befiindet sich mitten in der Bundesligapause und bevor sich die Mitarbeiter in den Urlaub verabschieden versammelt die Geschäftsführung alle Abteilungsleiter zu einer strategischen Besprechung. Nachdem verschiedene Themen abgearbeitet wurden bringt der größte Manager aller Zeiten einen Punkt auf den Tisch, der ihm schon lange unter den Nägeln brennt. Zu gern hätte er zwei Jahre zuvor die Berliner Band <a title="Dieter Hoeneß im Interview mit Christian Ulmen" href="http://www.tagesspiegel.de/sport/Seeed-Hertha-BSC-Stadionhymne-Frank-Zander;art272,2221117" target="_blank">Seed dazu veranlasst, einen Song für und über Hertha BSC zu schreiben</a>. Dies war jedoch an der <a title="Der Tagesspiegel über die Seed-Idee" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/art270,2105387" target="_blank">Forderung des Leadsängers Pierre Baigorry</a> (inzwischen solo als Peter Fox erfolgreich) gescheitert, der ein Engagement vom Verbleib Yildiray Bastürks abhängig machte.</p>
<p>GröMaZ: „Meine Herren, Sie wissen, wir wollen schon lange eine neue Stadionhymne, mit der sich wieder Geld verdienen lässt. Und wenn Seed es nicht machen will, muss sich doch jemand anders finden, der aus Berlin stammt und sich bei den jungen Leuten einer Beliebtheit erfreut. Haben Sie Vorschläge?“</p>
<p>Schweigen in der Runde. Verlegen gehen die Blicke auf den Tisch, keiner will dem Vorsitzenden in diesem Moment in die Augen schauen. Doch der lässt nicht locker: „Da muss es doch jemand geben, der einen echten Hit schreiben kann!“<br />
Und plötzlich bricht es aus seinem designierten Nachfolger heraus: „Ja, sowas wie bei der EM -  dieses Da Da Dadah Da Da Dah! Sie wissen schon, beim Einlauf der Mannschaften.“</p>
<p>Eilig wird eine Sekretärin beauftragt, den Titel dieses Liedes zu recherchieren. Kurz darauf weiß die Runde: es heißt <em>Seven Nation Army</em>. „Und, nun schauen Sie doch mal, wer hat den Titel komponiert?“ fragt SdN. Schnell findet die Sekretärin die Antwort: „Ein gewisser Jack White.“</p>
<p>GröMaZ sitzt plötzlich ganz aufrecht in seinem Stuhl. Die ansteigende Röte in seinem Gesicht deutet seine Erregung an. Doch es folgt nicht der sich dadurch üblicherweise ankündigende Wutanfall: „Jack White? Natürlich – Jack White! Ja, der hat sowas drauf. Denken Sie nur an <em>Fußball ist unser Leben</em>, das ist doch ein echter Kurvenhit. Und wissen Sie, was das Beste ist? Ich habe Jack erst letztes Wochenende bei einem Empfang in Zehlendorf getroffen.“</p>
<p>Schon hat die emsige Sekretärin die Rufnummer der <em>Jack White Productions AG</em> herausgesucht, selbige gewählt und reicht ihrem Chef den Hörer. Doch welche Enttäuschung, dort gibt es nur die Auskunft, dass <a title="Wikipedia über Jack White" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jack_White_(Musikproduzent)" target="_blank">Jack White schon ein Jahr zuvor entlassen</a> wurde.</p>
<p>Aber GröMaZ ist jetzt in seinem Element. Er erinnert sich an Jack Whites Namen aus alten Fußballertagen und tatsächlich findet sich unter „Nußbaum, H.“ ein Eintrag in seinem Handy. Zitternd vor Aufregung trifft er nur mit Mühe die Wählen-Taste. Während es klingelt läuft der alte Hasselhoff-Hit <em>Looking for Freedom</em> als RingUp-Ton und dann meldet sich auch schon der ehemalige TeBe-Präsident persönlich.</p>
<p>GröMaZ schildert ihm kurz die Idee einer neuen Stadion-Hymne für Hertha BSC, mit der sich natürlich viel Geld verdienen ließe, wenn sie nur eingängig genug sei. Er schmeichelt White, lobt ihn für seine tollen Songs &#8211; besonders „dieses EM-Lied“. Der Musikproduzent hat zwar keine Ahnung, was damit gemeint sein könnte, aber diese Chance auf einen Chart-Hit nach vielen Jahren ohne will er sich natürlich nicht entgehen lassen. Ein Blick in seinen Terminkalender verrät ihm, dass außer einem Abendessen mit seiner Frau am selben Tag keine weiteren Termine für den Rest des Jahres vorliegen, also steht einer Zusage nichts im weg. Schnell ist man sich einig und beide Seiten überbieten sich plötzlich mit Ideen: zeitlose Melodie, die Mannschaft soll singen usw. usf.</p>
<p>Der Rest ist Geschichte: der Gefangenenchor aus Nabucco wird die Melodie, einen Text schreibt jemand wie Jack White schneller als ein Gelsenkirchner sein Hartz IV ausgibt, und Whites Tonstudio steht ohnehin fast immer leer. Also tritt in der Saisonvorbereitung die Mannschaft im Studio an und anschließend dürfen auch noch ein paar Fans ins Mikro gröhlen &#8211; beide Spuren schaffen es zwar nicht in die endgültige Version des Liedes, aber dennoch ist es so schön geworden, dass es das einzige bleibt, das im Olympiastadion stets mit voller Lautstärke abgespielt werden <span style="text-decoration: line-through;">muss</span> darf.</p>
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		<title>Das Kartell</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 23:36:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor zwei Wochen erschien in der Wirtschaftswoche ein Interview, das hohe Wellen schlug. Grund: „Uli Hoeneß fordert Fußball-Soli“ (Überschrift Berliner Morgenpost)
Doch was hat der Bayern-Manager eigentlich gesagt, dass sich Politiker, Medien und Leserbriefschreiber sogleich zu Statements und Umfragen genötigt sehen? Und ist Fußball eigentlich Gemeingut oder Luxusware?

Schauen wir zunächst in das Originalinterview: nachdem der Bayern-Manager [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vor zwei Wochen erschien in der <em>Wirtschaftswoche</em> ein <a title="Interview in der Wirtschaftswoche" href="http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/zwei-euro-im-monat-390763/" target="_blank">Interview</a>, das hohe Wellen schlug. Grund: „<a title="Berichterstattung der Berliner Morgenpost" href="http://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article1056312/Zwei_Euro_pro_TV_Haushalt_Uli_Hoeness_fordert_Fussball_Soli.html" target="_blank">Uli Hoeneß fordert Fußball-Soli</a>“ (Überschrift <em>Berliner Morgenpost</em>)<br />
Doch was hat der Bayern-Manager eigentlich gesagt, dass sich Politiker, Medien und Leserbriefschreiber sogleich zu Statements und <a title="Umfrage des Geld-Blogs" href="http://www.geld-kompakt.de/2009/03/20/das_eigentor_von_uli_hoeness_fernsehgelder_gebuehren/" target="_blank">Umfragen</a> genötigt sehen? Und ist Fußball eigentlich Gemeingut oder Luxusware?</strong></p>
<p><span id="more-61"></span><br />
Schauen wir zunächst in das Originalinterview: nachdem der Bayern-Manager bemängelt, dass die TV-Einnahmen in Deutschland zu gering seien um mit den europäischen Spitzenteams mithalten zu können, wird er gefragt, woher die TV-Mehreinnahmen kommen sollen. Hoeneß bekundet zunächst die Hoffnung, dass jemand ein in Deutschland funktionierendes Pay-TV-Konzept finden könnte, um dann anzufügen: „Am besten wäre es allerdings, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender alle Fußballrechte kaufen und dem Bürger Fußball quasi gratis nach Hause senden würden.“</p>
<p>Auf Nachfrage, ob er das ernst meine, verweist Hoeneß auf die hohen Einschaltquoten, die Fußball trotz geringer Sendezeitanteile habe, und spricht dann den schlagzeilenträchtigen Satz: „Meine große Hoffnung ist, dass die Leute irgendwann bereit sind, zwei Euro im Monat für Fußball zu bezahlen.“ Er rechnet noch flugs vor, dass sich so das Dreifache der jetzigen Einnahmen erzielen ließe und damit das Niveau der TV-Einnahmen in England und Italien annähernd erreicht wäre. „Dann könnte jeder praktisch kostenlos Fußball gucken.“</p>
<p>Die Reaktionen auf diese kurze Passage des Interviews hätten kaum heftiger ausfallen können. In nahezu jeder Zeitung fanden sich <a title="Bild-Leser zum Hoeneß-Vorschlag" href="http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/bundesliga/vereine/bayern/2009/03/16/tv-gebuehr-fuer-die-bundesliga/fussball-fans-stimmen-gegen-bayern-manager-uli-hoeness.html" target="_blank">bitterböse Leserreaktionen</a> mit dem Tenor, was dem Uli denn einfalle den armen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, um die Fußballmillionäre noch reicher zu machen. Und der Nachrichtensender N24 gab umgehend eine <a title="Pressemitteilung über die Umfrage" href="http://www.presseportal.de/pm/13399/1371473/n24/" target="_blank">Umfrage</a> bei Emnid in Auftrag, die befand, dass 89% der Befragten gegen den Vorschlag von Uli Hoeneß seien.</p>
<p>Die Reaktionen aus der Politik erinnerten dann irgendwie an 2001 als es der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder für nötig erachtete, <a title="Berliner Zeitung über Schröders Bitte" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2000/0131/none/0071/index.html" target="_blank">um eine zeitnahe Bundesliga-Ausstrahlung im Free-TV zu bitten</a>. Er legte später sogar nochmal nach und gab zu Protokoll, die <a title="Berliner Kurier über Schröders Ablehnung" href="http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/archiv/.bin/dump.fcgi/2001/0809/none/0013/index.html" target="_blank">Bundesliga-Zusammenfassung <em>ran</em> um 20:15 Uhr nicht zu verfolgen</a>. Wir erinnern uns: damals fiel die späte Ausstrahlung bei den Zuschauern gnadenlos durch und wurde wegen geringer Einschaltquoten nach wenigen Wochen wieder aufgegeben. Inzwischen hat sogar das Bundeskartellamt festgestellt, dass die <a title="Rhein-Zeitung über die Entscheidung des Kartellamts" href="http://rhein-zeitung.de/on/08/07/17/sportsline/fussball/news/t/rzo449806.html" target="_blank">frühe Ausstrahlung einer Zusammenfassung im frei empfangbaren Fernsehen Voraussetzung</a> für die Beibehaltung der Zentralvermarktung der Bundesliga ist.</p>
<p>Was ist das nur mit dem Fußball und den Deutschen? Etwa sechs Millionen Menschen sehen jeden Sonnabend die Sportschau. Die muss aber bitteschön kostenlos sein und auf jeden Fall um 18:30 Uhr laufen, sonst ist es mit der Liebe vorbei. Sogar Politiker sehen es als unzumutbar an, dass erst später bewegte Bilder aus den Stadien zu sehen sind. Muss das Volk getreu dem Motto <em>panem et circences</em> mit dem Fußballspiel ruhig gestellt werden &#8211; die Antike ist doch schon eine Weile vorbei?!<br />
Und dann das Bundeskartellamt: dessen Eingreifen lässt darauf schließen, dass die Bundesliga ein Monopol hat. Der Deutsche braucht sich also keinesfalls mit ausländischen Ligen abspeisen lassen &#8211; auch wenn da genauso (wenn nicht gar besserer) Fußball gespielt wird und Zusammenfassungen schon jetzt auf den Sportsendern gezeigt werden. Und das auch in den Ligen unterhalb der zweiten gekickt wird, wissen scheinbar nur die Zuschauer, die die Sportschau schon um 18 Uhr einschalten, um die Berichterstattung darüber zu verfolgen, aber nicht das Kartellamt.</p>
<p>Geht es wirklich noch um ein Spiel? Ja und nein, denn die Bundesliga ist natürlich auch ein Geschäft. Fußball auf diesem Niveau kann nur geboten werden, wenn die Einnahmen stimmen. Kein Angestellter wird sich aus Gefälligkeit für die Bundesliga entscheiden, wenn er andernorts mehr Geld verdienen kann. Und meiner Meinung nach muss nun jeder Fan selbst entscheiden: bin ich bereit dafür Geld auszugeben, mir das Gekicke anzusehen? Sei es nun die Entscheidung ein Stadion zu besuchen oder für Fußball im Fernsehen zu zahlen. Aber zu der Grundversorgung, für die das öffentlich-rechtliche Fernsehen sorgen soll, gehört Fußball mit Sicherheit nicht. Sehr schnell ist man sonst in der Diskussion, warum Fußball gezeigt werden muss, aber andere populäre Sportarten wie Handball oder Basketball nicht.</p>
<p>Ist also Uli Hoeneß völlig irre? Mit Sicherheit nicht. Er verweist auf <a title="Uli Hoeneß im Welt-Interview" href="http://www.welt.de/sport/fussball/article3385818/Uli-Hoeness-rechtfertigt-seine-Fussball-Gebuehr.html" target="_blank">55 Millionen Menschen in Deutschland, die sich für Fußball interessieren</a>. Und er weiß, dass das Gros dieser Leute nicht bereit ist, sich für ein Pay-TV-Angebot zu entscheiden. Also wirft er das in Deutschland erprobte Modell der Solidargemainschaft in die Runde – alle zahlen einen kleinen Betrag und jeder erhält die volle Leistung. Aber zahlen will ja keiner, egal wie viel oder wenig. Also bleibt alles wie immer, zumindest bis die Zentralvermarktung aufgegeben wird – und was das für den Wettbewerb und den Fernsehzuschauer bedeutete, kann sich wohl jeder selbst ausmalen…</p>
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		<title>Jetzt geht&#8217;s ab (Update)</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2009 14:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marco</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fans]]></category>
		<category><![CDATA[Hertha BSC]]></category>
		<category><![CDATA[Atzen-DJs]]></category>
		<category><![CDATA[Das geht ab]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenarzt]]></category>
		<category><![CDATA[Kurvenhit]]></category>
		<category><![CDATA[Manny Marc]]></category>
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		<description><![CDATA[Spektakuläre Neuigkeiten im Fall „Das geht ab“: gerade gab es im Rahmen des Spiels Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen einen Live-Auftritt von Frauenarzt und Manny Marc. Die beiden standen in der Kurve und performten die Originalversion mit dem neuen Refrain!

Ergänzung (15.03.09): Jetzt nochmal etwas ausführlicher: etwa zehn Minuten vor Anpfiff kündigte der Stadionsprecher die zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Spektakuläre Neuigkeiten im <a title="Tor-Tour Artikel &quot;Geht das ab?&quot;" href="http://www.tor-tour.de/?p=36" target="_self">Fall „Das geht ab“</a>: gerade gab es im Rahmen des Spiels Hertha BSC gegen Bayer Leverkusen einen Live-Auftritt von Frauenarzt und Manny Marc. Die beiden standen in der Kurve und performten die Originalversion mit dem neuen Refrain!</strong></p>
<p><span id="more-49"></span><br />
<strong>Ergänzung (15.03.09):</strong> <em>Jetzt nochmal etwas ausführlicher: etwa zehn Minuten vor Anpfiff kündigte der Stadionsprecher die zwei Künstler an. Diese waren in Begleitung eines Fanbetreuers in der Ostkurve und performten auf dem Capo-Pult neben Colin und Heidi. Kurz zuvor waren noch einige Basecaps mit dem Aufdruck „Atze“ an die Umstehenden verteilt worden.</em></p>
<p><em>Leider hatte die Stadionregie nicht die zu diesem Zeitpunkt vor dem Spiel übliche Lautstärke der Stadionbeschallung eingestellt (wenn nämlich das unsägliche „Blau und Weiß“ läuft), so dass man in der mitsingenden Kurve von der Musik kaum etwas gehört hat. Die DJs gaben auch jede Bemühung um Synchronität schnell auf und genossen den Auftritt, schossen Erinnerungsfotos und feierten einfach nur.</em></p>
<p><em>Gerüchteweise hätten die Zwei das Stadion zur Halbzeit verlassen müssen, um rechtzeitig zu einem Auftritt in Werl zu sein, doch offenbar hatten sie so viel Spaß, dass sie bis zum Ende blieben. Vielleicht sind sie ja vom Hertha-Virus infiziert worden und entschließen sich doch noch, einen Text mit explizitem Hertha-Bezug zu verfassen.</em></p>
<p>Hoffen wir, dass sich vielleicht auch noch <a title="Daniels Umdichtungen bekannter Lieder" href="http://kabinenpredigt.wordpress.com/2009/03/11/meister-songs/" target="_blank">andere Künstler für Hertha</a> erwärmen können (und nicht <a title="Mauertaktik über das neue Lied der Herthafans" href="http://mauertaktik.de/2009/03/05/hast-du-tone-v-2/" target="_blank">Harald Juhnke exhumiert</a> werden muss)!</p>
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